Tschapdate Update

Trotz dauernder Verstopfung haben wir in den letzten Tagen die leergegessenen Bananenkisten nun gefüllt, gezügelt und verstaut. Beim Packen wurde uns wieder bewusst, wie unglaublich viel Kostbarkeiten/Ballast wir angesammelt haben während den zweieinhalb Jahren, die wir in diesem Haus gewohnt haben. Trotz Aussortieren, Versteigern, nach Brockenhausen bringen und Entsorgen bleiben haufenweise Kisten. Kein Zweifel: Das ist mehr als man „zum Leben“ braucht. In den zwei verbleibenden Wochen leben wir nun ein bisschen näher an der Alltagsrealität der Menschen, zu denen wir erneut ziehen: Den Tubus. Nach einem langen Entscheidungsprozess haben wir uns entschieden, nochmals für ein bis eineinhalb Jahre in den Tschad zu gehen. Wir werden wieder auf der Oase in der Sahara leben und mit der gleichen einheimischen Organisation mitarbeiten. Am 23. August 2015 reisen wir los. IMG_0387

Bei unserem letzen Aufenthalt haben wir mehrmals zusehen können, wie eine mehrköpfige Familie mit ein paar wenigen Taschen „zügelt“ und wie Männer mit nur ihrem zusammengerollten Bett und einer Art nigerianischer Migros-Tasche durch die Wüste reisen, um mehrere Monate anderswo zu wohnen. Die Tubus sind Halbnomaden, die ihren Wohnsitz einfach so zum Beispiel von der einen Oase im Tschad in einen Ort im Nachbarland Libyen verlegen. Anders als wir brauchen sie dafür keine mehrmonatige Vorlaufzeit, sondern wenn es eilt nur ein paar Stunden. Anders als wir bleiben sie aber meistens in ihrem Territorium, das sich über die Ländern Niger, Tschad und Libyen erstreckt.
Durch unseren Territoriumswechsel stehen vor uns grosse Veränderungen: Mit dem Lebensort verändern sich auch die Lebensweise, der Lebensrhythmus und das Lebensgefühl. Unser neues Zuhause wird definitiv rustikaler als im Bild oben sein, obwohl es ein bauliches Upgrade im Vergleich zum letzten Mal erlebt hat. Neben einer anderen Tätigkeit wird auch der Alltag völlig anders sein: Wasser aus dem Brunnen pumpen und von Hand waschen, Einkaufen was es gerade auf dem Markt gibt und auf einem Kerosinkocher zubereiten, und Ausruhen auf Matten und Teppichen statt Stühlen und Tischen. Das Ganze eingebettet in einen Tagesablauf, der von den fünf Gebeten – und der Temperaturkurve geprägt ist. Wie das Lebensgefühl sein wird, ist noch schwer vorauszusagen, aber auf jeden Fall freuen wir uns auf den neuen Lebensabschnitt.

 

Wir freuen uns wenn ihr uns auf tschapdate begleitet – und wir freuen uns über CHupdates!

Simanjunia

 

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tschapdate – Das Buch zum Blog

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Gut dass du wiedermal vorbeigeschaut – oder das RSS von tschapdate.esite.ch noch nicht abbestellt hast, denn hier ereilt dich die einmalige Chance das einzige „Buch zum Blog“ aus der limited Edition zu ersteigern!

 

Es geht wie immer in tschadischer Einfachheit vonstatten:

–       Mitsteigern mittels Kommentar

–       Mindestgebot ist CHF 7.95

–       Angebotsende ist der 31. Januar 2014 um 23.59

–       der Sieger hat die Versteigerung gewonnen und muss zahlen

Der Rechtsweg und Linksüberholen sind ausgeschlossen.

Re-Integration

Auch dafür gibt es Handbücher. Unseres heisst „30 Minuten – Rückkehr aus dem Ausland“ und beschreibt unter anderem die Phasen der Wiedereingliederung. Da wir oft gefragt werden: „Sinder scho chli acho?“, wollen wir euch hier eine ausführliche Antwort mit Hilfe dieser Phasen geben.

 

1. Touristenphase

Wir fühlen uns wie in einem 5-Sternhotel, wie es scheint hat sich die Schweiz herausgeputzt und alle Fassaden neu gestrichen. Wir fühlen uns geehrt J! Alles ist simpel. Einkaufen, Abwaschen, Waschen, ÖV und da wir oft zu Gast sind, können wir sogar wünschen was wir schon lange mal wieder essen wollten. Alle finden es schön dass wir da sind und wollen unsere Geschichten hören.

Ausserdem werden wir darüber aufgeklärt, was es jetzt hier Neues gibt. Der Samichlaus heisst jetzt Müslüm, DRS und SF heissen jetzt SRF, es gibt keine Velovignetten mehr dafür Zumba und unglaublich lange Longboards und zur Illustration werden die entsprechenden Clips gleich „gestreamt“. Kurz gesagt: Wir fühlen uns wie VIPs auf Staatsbesuch.

Aber dann kommt:

 

2. Ernüchterungsphase

Versicherungen und erste allgemeine Verunsicherungen. In drei Tagen läuft unsere internationale Krankenkasse ab und vor drei Tagen hätten wir uns auf der Gemeinde anmelden müssen. Für eine Krankenkasse muss man angemeldet sein, bei der Anmeldung muss man eine Krankenkasse haben. Hm…?

Zum ersten Mal schreibt jemand auf ein Formular mit unserem Namen das Wort: „ARBEITSLOS“. Das gleiche Amt erlässt uns dafür vorläufig die Steuern.

Nachdem wir 2012 ohne auskamen, brauchen wir nun wieder eine Agenda. Beim Grossverteiler ist sie aber nicht einmal mehr zum halben Preis erhältlich. Nun haben wir eine gefunden und sitzen wir da mit unserer leeren Agenda, aber niemand hat Zeit mit uns etwas zu unternehmen. Dabei wäre doch das Wetter so… Nein. Das ist die wohl grösste Ernüchterung. Es scheint hier nicht einmal die Sonne.

So etwas muss fast zur nächsten Phase führen:

 

3. Entfremdungsphase

Wieso zücken alle Umstehenden gerade das „Streicheltelefon“ und das Gespräch macht der Recherche platz, nur weil ich dummerweise über eine unwichtige Frage laut nachgedacht habe?

Wieso braucht es zu einer Kaffeetasse eine Kaffeetassenuntertasse auf dem Tischset? Muss man die Kaffeetassenuntertasse auch abwaschen, wenn sie sauber geblieben ist?

Kann ein Flachbildschirm der die halbe Wand einnimmt ein schönes Bild ersetzen?

Wieso heisst unser Buch „30 Minuten – Rückkehr aus dem Ausland“ wenn man sich für diesen Prozess genügend Zeit lassen soll?

Zum Glück weiss ich noch, welches Schampo mir mein Haar wert ist. Und M.* hat es noch nicht aus dem Sortiment genommen.

 

Aber das Handbuch tröstet uns:

Zitat: „Es ist normal, dass Sie, wenn Sie aus dem Ausland zurückkehren, durch die Touristenphase, die Ernüchterungs- und Entfremdungsphase gehen.“ Die darauffolgenden Phasen (4. Verurteilungen, 5. Rückfall, 6. Flucht und Zerbruch) sind zum Glück freiwillig, wie die Autoren weiter anführen: „Aber verurteilen muss keiner. Das ist ihre Entscheidung.“

Wir haben uns dagegen entschieden. Schön, dass wir wieder da sind.

 

 

* Name der Detailhandelskette ist der Redaktion bekannt.

Auf was wir uns einfach wahnsinnig freuen:

  • Ein Bad zu nehmen (See, Thur, Badewanne, … egal!)
  • Einen Cappuchino
  • Anja: Gschwellti mit einem Chäsplaettli und einem grossen Salatteller
  • Immer Strom zur Hand zu haben, wenn ich ihn gerne hätte
  • Eine Tandemfahrt
  • Sofa statt Teppich
  • Anja: Die offenen Haare im Wind wehen lassen
  • Einen Spieleabend
  • Unter einer Strassenlampe den tanzenden Schneeflocken zuschauen und mich in den Pulverschnee fallen lassen
  • Ein kühles Blondes und einen guten Roten
  • Nachrichten nicht mehr nur auf einem Kurzwellenfunksender mitverfolgen, der die Frequenz mit zwei anderen Sendern in jeweils anderer Sprache teilt
  • Gute Musik und Tanz
  • Anja: Wieder mal einen Blumenstrauss zu bekommen
  • Mal einen ganzen Tag lang keine staubigen Fuesse zu haben, vorallem frisch nach dem Duschen
  • Anja: Jeans
  • Barfuss auf einem schönen Rasen stehen und Kubb spielen
  • Grillplausch
  • Ein bisschen facebook (um wieder auf den neusten Stand zu kommen)
  • Anja: Eine neue Frisur, „mein“ Schampoo und eine neue Haarbürste
  • Eine GA-Zugfahrt nach irgendwo
  • Eine Waschmaschine
  • Anja: In der Öffentlichkeit und mit jerderMann ohne schlechtes Gewissen essen zu können
  • Meine Matratze und eine richtig flauschige Bettdecke mit gut riechendem Bettanzug
  • Eine Bratpfanne mit intaktem Teflonbelag
  • Kleider deren Grösse nicht eine für alle ist
  • Greyerzer Surchoix und dergleichen mehr
  • Jederzeit telefonieren und brauchbares Internet
  • Alle Gespräche verstehen
  • Simon: Schokolade (gut dass wir auf ein passendes Fest nach Hause kommen)
  • Mehr als eine Herdplatte
  • Einen neuen Abwaschschwamm
  • Anja: Unterhosen, deren Gummizug mich nicht unterwegs im Stich lässt
  • Im Sommer kaltes, im Winter warmes Wasser. Nicht wie hier: im Sommer heisses und im Winter eiskaltes Wasser.
  • Darauf ganz viele von euch wieder zu sehen!

Kulturlektion

Nebst den zwei grossen Feiertagen, Hochzeiten und Namensgebungsfesten gibt es auch die Todesfälle. Ebenfalls ein Anlass, der stark von Traditionen und kulturellen Regeln geprägt ist. Das ist übrigens ein grosser Unterschied im Vergleich zur Schweiz. In der Schweiz ist alles ”Öffentliche“ genäustens geregelt. Auf welcher Strasse darf wie schnell gefahren werden, wo darf man überhaupt und in welche Richtung parken, wie wird der Abfall entsorgt, wie viel kostet ein „Halbs Winti rötur“, usw. Hier gibt es für solche diese Dinge keine Regeln, jeder macht was er will. Aber dafür ist es ganz klar geregelt, wie man sich in welcher Lebenssituation zu verhalten hat. ALLE kennen ALLE Regeln schon von klein auf, Ausnahmen gibt es keine (ausser in ebenfalls geregelten Situationen) und da ja eh alles klar ist, wird auch nicht darüber gesprochen. Für uns als Fremde ist das hingegen nicht so einfach, das dann „richtig“ zu machen. So hatten wir vor einigen Wochen wieder einiges zu lernen.

Wie jeden Morgen sassen wir gemuetlich an der Sonne und genossen das frisch gebackene Brot, als unsere schon ziemlich alte Nachbarin zusammen mit der Enkelin aus dem Nichts heraus anfingen so richtig laut zu schreien. Wir sind ziemlich erschrocken und versuchten so unauffällig wie möglich durch unser Schilfwändli zu gucken um rauszufinden, was da denn los ist. Was könnte das sein, dass die beiden Frauen dazu bringt, sich die Seele aus dem Leibe zu schreien? Sie waren weder verletzt noch war sonst irgend was in ihrer Umgbung, was so einen Schreianfall provozieren hätte können. Plötzlich kam der Gedanke, dass das Totenklage sein könnte. Und tatsaechlich haben die beiden vom Tod ihres Verwandten erfahren. Das ganze Szenario dauerte vielleicht 10-15 min., dann wurde es ruhiger. In dieser Zeit kamen aber bereits viele Frauen angerannt, um nachzufragen, was los sei. So kommt die Information schnell in den Umlauf. Ausserdem scheint das irgendwie der einzige akzeptierbare Zeitpunkt zu sein, wo man Emotionen so ganz offen zeigen darf (als Frau?). Sonst werden negative Gefühle eigentlich nicht gezeigt sondern halt tapfer geschluckt. Auch wenn Leute einen Verstorbenen beweinen, wird ihnen immer gesagt sie sollen aufhören, Gott hätte es so gewollt und deshalb dürfe man nicht weinen.

Auf jeden Fall mussten wir also lernen, wie man sich hier in einem Todesfall verhält, was da alles dazu gehört. Vor dem Haus des Verstorbenen bauen die Männer eine Art Zelt oder Understand auf. Dort kommen nun alle Angehörigen Männer hin. (Das kann eine Weile dauern, da die Tedas ja in einem riesigen Gebiet verteilt auf den Tschad, Lybien und den Niger wohnen. Es geht da um mehrere Tagesreisen durch gebrigige Saharaweiten.) Sie werden für drei Tage dort sitzen und alle die kondolieren wollen, kommen vorbei, schütteln allen die Hand und setzen sich fuer eine halbe bis mehrere Stunden mehr oder weniger schweigend dazu. Dasselbe für die Frauen, aber im Haus drin. Einige Frauen werden kochen und die Gäste bewirten. Es ist selbstverständlich, dass alle die davon hören, einmal oder auch mehrere Male vorbei gehen.

Am dritten Tag wird ein Opfer gemacht. Diesmal war es ein Kamel. Eine RIESEN Arbeit, da kommen die meisten Frauen aus dem Dorf zu Hilfe, wie bei einer Hochzeit. Nach dem Opfer-Essen ziehen die meisten Leute wieder ab. Es bleiben nur noch die engsten Verwandten für weitere sieben Tage. Da die Bewirtung aller dieser Gäste sehr kostspielig ist, schenkt man Geld. Die mitgebrachte Summe eines jeden wird feinsaeuberlich in einem Heft aufgeschrieben. Bei uns hiesse das Versicherung. Beim nächsten Todesfall schaust du einfach in deinem Heft nach, wieviel dass dir die betroffene Familie das letzte Mal gegeben hat und versuchts die selbe Summe zurückzugeben.

Die Frau des Verstorbenen darf nun 4 Monate und 10 Tage nicht ans Sonnenlicht. Sie sitzt einfach im Haus drin, komplet verschleiert. Frauen besuchen sie während dieser Zeit, allerdings wird sie nicht sprechen, falls es nicht unbedingt nötig ist. Anschliessend an diese Zeit kann sie wieder raus und hat das Recht erneut zu heiraten. Das betrifft natürlich alle Frauen des Verstorbenen. (Für Männer gilt das nicht. Jemand erkärte, dass falls die Frau schwanger wäre, würde man das nach 4 Monaten spätestens sehen. So wisse man, wer der Vater des Kindes sei, das heisst, wem das Kind gehört.) Aber: Eigentlich geöert die Witwe jetzt dem Bruder des Verstorbenen. Wenn der will, kann er sie heiraten. Er muss aber nicht. Wenn sie nicht will, kann sie das sagen. Allerdings hat der Bruder in letzterem Fall das Recht auf allen Besitz der Frau, auch auf ihre Kinder. Hier gehören die Kinder grundsätzlich dem Vater. Diese Regel hört sich für westliche Ohren sehr seltsam und hart an. Ist aber ziemlich sicher ein Schutz für die Witwe gedacht. Als Witwe ist es nämlich nicht einfach, sich und seine Kinder selber zu versorgen. Auch eine erneute Heirat kann je nach Alter schwierig sein.

Nachdem ich zusammen mit einer Kollegin hier diese Frau besucht habe, erklärte sie mir, dass sie jetzt eben diese vier monatige Trauerzeit im Haus drin verbringen werde. Für mich ein schrecklicher Gedanke. Doch dann fragte meine Kollegin, ob das denn in meinem Land auch so wäre. Ich verneinte und sagte, dass bei uns jeder selber entscheiden könne, wann er oder sie wieder unter die Leute wolle. Ihr Kommentar dazu: „Wie kannst du nur zum Haus raus wollen, wenn doch dein Mann vor weniger als vier Monaten gestorben ist!“

Mobilfunknetzabdeckungssituationen

Immer wieder erliegen wir der Versuchung Erklärungen, Muster und Regelmässigkeiten für das zu suchen, was wir hier erleben. Doch die Erfahrungen mit dem Mobilfunknetz belehren uns immer wieder eines Besseren: „Chad happens“.

Die zwei real existierenden und hier im Dorf stehenden Antennen liessen uns zum Anfang unseres Aufenthalts denken, dass wir hier gut vernetzt seien. Eine davon gehört der Gesellschaft, die hier Schwankfunk genannt sei. Um deren Dienste zu geniessen, haben wir noch in der Hauptstadt im entsprechenden Büro einen relativ teuren Apparat fisherprice-artiger Qualität erworben. Die Schwankfunk-SIM-Karte kann nämlich nicht mit herkömmlichen Handys verwendet werden.

Die zweite Antenne gehört einer Gesellschaft, die wir mal Banana nennen (Wer kommt eigentlich auf die dumme Idee, ein Mobilfunknetz nach einer Frucht zu benennen?).

Die oben erwähnte, anfängliche euphorische Illusion wurde weiter davon genährt, dass in den ersten zwei Monaten fast durchwegs beide Netze zeitgleich und ununterbrochen funktionierten.

Seither haben wir aber alles Mögliche und unglaublich viel vermeintlich Unmögliches an Mobilfunknetzabdeckungssituationen erlebt:

  • Schwankfunktioniert nicht; Banana funktioniert einwandfrei
  • Schwankfunktioniert nicht; Banana auch nicht
  • Schwankfunktioniert; Banana nicht, weil der zuständige Antennengeneratorunterhalter streikt um seinen in der Hauptstadt versandeten Lohn einzufordern.
  • Banana funktioniert nicht; Schwankfunktioniert, doch Handyguthaben dafür ist in der ganzen Oase ausverkauft (warten auf das nächste Flugzeug, das auch eine Panne hatte, oder auf eine Lieferung auf dem Landweg)
  • Banana funktioniert nicht; Schwankfunktioniert während zwei Stunden pro Tag (ohne erkennbare Regelmässigkeit)
  • Banana funktioniert nicht; Schwankfunk ermöglicht nur Anrufe auf Schwankfunk
  • Banana funktioniert nicht; Schwankfunk ermöglicht nur Anrufe auf Schwankfunk und ins Ausland
  • Banana funktioniert nicht; Schwankfunk ermöglicht nur Anrufe auf Schwankfunk und ins Ausland und ermöglicht Internetverbindung*
  • Banana funktioniert und kostet; Schwankfunk funktioniert auf alle Netze und ist gratis. Dafür ermöglicht es keine Verbindung zum Internet*
  • Dasselbe, aber Banana funktioniert nicht
  • Banana und Schwankfunktionieren nicht, aber wir erhalten zu unserer grossen Überraschung einen Anruf aus der Schweiz auf Schwankfunk
  • Banana funktioniert nicht; unser redlich und offiziellst erworbener Schwankfunkapparat funktioniert nicht, die Apparate eines anderen Herstellers ermöglichen jedoch kostenlose Anrufe auf Schwankfunk (natürlich nur auf Apparate des anderen Herstellers) und ins Ausland. Internet* geht nicht.

Wahrscheinlich können wir zahllose weitere Varianten noch nicht beschreiben, weil wir noch nicht genug lange hier sind.

Im Moment (und dieser Moment dauert nun bereits sieben Wochen), funktioniert Banana nicht. Die Techniker, die nach einem guten Monat Bananenfunkstille 700km von hier losgefahren sein sollen, haben wegen einer Autopanne 120km vor Bardai wieder umgekehrt. In der Zwischenzeit sind an der Oberstufe einige Englischlektionen ausgefallen, weil der zuständige Lehrer versucht hat, das Problem zu beheben. Auf unsere Nachfrage hin erklärte er uns, dass die Zahlen des Satelliten „un peu en désordre“ seien. Der Versuch, sie wieder in eine Reihenfolge zu bringen, sei aber noch nicht gelungen. Er machte uns aber Mut mit den Worten: „toutefois, gardons l’espoir“. Und das machen wir natürlich.

*Dieser Begriff lässt womöglich falsche Vorstellungen aufkommen. Es handelt sich hier um eine Schmalbandverbindung, auf der nur E-Mails zirkulieren können, die weniger als 100 Kilo breit sind. Auch surfen kann man nur so gut wie auf dem Bommerweihe