Wir sind weder verhungert, noch verdurstet, noch verirrt, noch verfatamorganisiert, sondern wohlauf in der Oase angekommen. Die Aufschaltung dieses und weiterer Beitraege haengt von der nicht besonders starken, stabilen und regelmaessigen Internetverbindung ab. Fast besser sind wir per Telefon zu erreichen, Nummer auf Anfrage per Mail.
Es ist schoen hier, momentan nicht so heiss wie man uns (Sch)weis(s)machen wollte und auch sonst haben alle angetroffenen Verhaeltnisse unsere Erwartungen uebertroffen:
Unsere concession ist an einigen Stellen deutlich sichtbar verbessert worden, an anderen Stellen sind wir immer noch sichtbar. Wir werden sicher noch einen sichtdichten Plastik im “Badezimmer” aufspannern.
Das Zentrum ist mit saftigem Gruen versehen, weil der Besitzer jetzt gleich nebenan in der Concession wohnt (unser Chauffeur meinte, es sehe aus wie an einem Ort, an dem Weisse wohnen) und alle bestellten Moebel fuer das Zentrum sind vom noerdlichen Nachbarland herbeigekarrt worden.
Schon am ersten Abend kamen neben Begruessungsbesuchern auch die, die sich auf sicher einen Platz im PC- oder Englisch-Kurs ergattern wollten. Das ging so weiter, 24 Stunden nach unserer Ankunft waren die je 10 Plaetze der beiden Kurse besetzt und seither sind wir die Wartelisten am auffuellen. Wir sind ueberwaeltigt und motiviert, naechsten Montag die Kurse zu starten.
Entsprechend sind wir nun emsig wie die Ameisen (die hier zu hungern scheinen, so wie sie sich ueber alles nichtdicht Verpackte hermachen) daran, die Buecher zu katalogisieren und signieren (Anja) und den Solarstrom in die gewuenschten Bahnen zu lenken (Simon, fast mit einer kontextualisierten Frisur). Die verpasste I+D-, Elektriker- und Schreiner-Ausbildung haben wir nun hier im Selbststudium nachgeholt und uns somit den Baeschteler of Arts-Titel erworgen.
Bisher kocht noch unser Chauffeur weiterhin fuer uns (Menue siehe quantitative Auswertung der letzten Tibesti-Reise) und die einzigen Vitamine vermuten wir hoffnungsvoll in den koestlichen frischen Datteln. Doch das sollte noch besser werden.
Wir brauchen noch ein wenig Zeit um uns in den Alltag einzuleben: Wasser am Brunnen pumpen gehen, den Lebensrhythmus den fuenf Gebeten anzupassen, mit allen fremden Tieren Bekanntschaft zu schliessen und unseren Haushalt einzurichten. Potential fuer weitere tschapdates hat es jedenfalls mindestens so viel, wie die Internetleitung schlucken kann.

Gratuliere zum Baeschteler oft Arts…..!