Wir haben eine gute und eine schlechte Nachricht. Wie immer zuerst die Schlechte: Wir kommen noch nicht nach Hause im Sommer. Dann die Gute: tschapdate geht in die Verlängerung, voraussichtlich bis März 2013.
Unsere Pläne haben sich im Laufe unseres Aufenthaltes verlängert. Anfangs wollten wir nach dem Schuljahr auf dem Landweg nach Hause reisen. Die Entwicklung der politischen Lage rund um den Tschad und auch im Nahen Osten liessen uns umdenken. Warum bleiben wir nicht einfach noch ein bisschen hier, wo wir uns bereits ein Stück akklimatisiert und „akkulturisiert“ haben?
Nun die Quizfrage: Wohin wollen wir von Juli 2012 bis Februar 2013 gehen? Ein unversteckter Hinweis findet sich auf der Foto. 
Das Projekt:
Mit einer kleinen NGO, die sich auf die Region und Sprachgruppe der Teda spezialisiert hat, möchten wir ein kleines Zentrum für Bildung und Kultur starten.
Die Ortschaft ist eine Oase im Tibestigebirge, mitten in der Sahara. Seit drei Jahren gibt es hier wieder eine funktionierende Schule – nachdem diese während zehn Jahren wegen verschiedener Rebellionen geschlossen war. Das Interesse für Bildung und Information bei jungen Leuten ist entsprechend gross. Mit dem Zentrum versuchen wir diesem Bedürfnis zu begegnen. Geplant sind eine Bibliothek, Basis-Informatik- und Englischkurse sowie Alphabetisierungskurse in Tedaga, der Sprache der Teda.
Plötzlich haben wir einen Haufen zu tun:
– Da der Markt in vor Ort nicht so üppig ist wie hier in der Hauptstadt und es uns ja doch nicht an Vitaminen mangeln soll auf den Winter hin, haben wir Tonnen von Früchten und Gemüse zu Kilos vertrocknen lassen.
– Wir versuchen ein Englischlehrmittel herzustellen, in dem man nicht Fahrplanlesen lernt und in dem keine Soft-Ice-Verkäufer vorkommen, schlicht, das nicht nicht von ihrer Welt ist.
– Anja hat ein Emblem gezeichnet, damit das Wichtigste für alles was hier relevant sein will, hergestellt werden kann: ein Stämpfl!
– Wir müssen uns einen Haushalt zusammensuchen, mit dem man in noch etwas wüsteren Verhältnissen überleben kann.
– Wir haben zweimal die Woche einen Sprachlehrer, der uns in die Geheimnisse seiner Sprache einzuweihen versucht.
Aber es macht Spass, ein Projekt von Anfang an mit zu gestalten. Jede Woche verbringen wir einen Morgen im Büro der NGO und besprechen, organisieren und erfahren mehr über die Menschen im Tibesti und ihre Kultur.
Wir freuen uns gespannt auf diese Zeit und hoffen, dass die Internetverbindung dort so stabil ist, dass wir euch treue Leser weiterhin tschapdaten können. Und mit demselben Interesse, mit dem ihr unseren Blog verfolgt, lesen wir auch eure CH-pdates aus dem uns so fernen Schweizer Alltag (der gar nicht langweilig sein kann, auch wenn das immer wieder behauptet wird)!


Hihi, dank Wikipedia weissi jetzt wos eu wird aneverschlah… tönt sehr spannend: “…gehört zu den isoliertesten Gebieten der Erde…” …hat gerade mal 1500 Einwohner…
Wow, bisch du Rechercherin? Du häsch mit dere page wohrschindli scho en grosse Teil vo allne im Netz verfüägbare Infos über üsi Destination gfunde 🙂
Es wachst dött sogar Hibiskus! Das git wenigstens chli Farb is Läbä! und Anja seischs denn wenn du mit dine Tüächer um dich es Wettrenne mit em Gepard gmacht häsch…;-)
Gepard?? Ich weiss vor allem von Skorpionen… Und vor denen werde ich nicht wegrennen, sondern die müssten schon von mir fliehen, wenn sie überleben wollen…