ZUM GLÜCK gibt’s Schlüsselkopierservice, falls einem der Schlüssel von Nilpferd gefressen wird. Das war zwar nicht der Anlass, der mich in diese Werkstatt führte, aber beeindruckt von der Technik war ich trotzdem.



ein Leben als Halbnomaden
ABER LEIDER sind nicht alle Bewohner des Tschads immer so wohlwollend. Es gibt hier auch Nilpferde, die ja bekanntlich sehr gefährlich sind. Entsprechend ist die Aufregung gross, wenn so ein Koloss den Fluss verlässt und den Fluss des Verkehrs beeinträchtigt.
ZUM GLÜCK war einer der früheren Präsidenten des Tschad ein Tubu. Er hat von unserem Zentrum erfahren und beschlossen, der Zentrumsbibliothek ein Exemplar seiner Biographie (Combattant, une vie pour le Tchad) zu widmen. Als wir dann bei ihm waren, um das Buch in Empfang zu nehmen, beschloss er kurzerhand, uns je 50 Exemplare von Band 1 und 2 von seinem Buch zu vermachen. (Das gleicht einer Spende von 1500 sFR.) Wir dürfen die Bücher im Zentrum verkaufen und der Gewinn daraus kommt dem Zentrum zugute. Was für eine Unterstützung!

Seither schmückt es unsere Abteilung “Culture Saharienne” und lockt auch schon mal interessierte Leute ins Zentrum. Dafür wollten wir uns natürlich gebührend bedanken und haben ihm eine Dankesurkunde überreicht.


Ist das Leben nicht oft voll von «Zum Glück…» und «Aber leider…» Momenten?
Als Familie verkürzen wir manchmal lange Autofahrten, indem wir der Reihe nach den Verlauf einer Geschichte hinzuerfinden. Abwechslungsweise muss man mit «Zum Glück…» und «Aber leider …» beginnen.
Auf eine solche Reise wollen wir auch in diesem Tschadventskalender mitnehmen.
Das sieht dann ungefähr so aus:
ZUM GLÜCK fanden wir ziemlich kurzfristig doch noch ein Thema für unseren diesjährigen Tschadventskalender.
ABER LEIDER wird er aufgrund von Zeitmangel nicht besonders tiefgründig werden…
Wir hoffen, es verkürzt euch trotzdem die Weile trotz der vorweihnachtlichen Eile. Wir wünschen euch ein gutes Ankommen wo auch immer ihr unterwegs seid. Und auch sonst einen guten Advent!
Nun ist es schon ein ganzes Weilchen her, seit dem Benefizkonzert der Geigenklasse von Rahel Zellweger. Aber wenn wir daran zurückdenken, sind wir immer noch überwältigt.
Es war so schön, viele von euch zu sehen! Vielen Dank für eure Unterstützung!
Das “Kafi Oase” vor dem Konzert war rege besucht. Dafür hatten wir eine, der sehr wenigen Regenpausen im Monat Mai – bis genau fünf Minuten vor dem Konzert. Für uns ein “himmlisches Augenzwinkern”.


Das Konzert war ein richtiges Fest für die Ohren. Die Atmosphäre während des Konzerts hat wohl bei vielen Hühnerhaut hervorgerufen, heimliche Tränen über die Wangen rollen lassen aber auch zum Schmunzeln gebracht. Die Profi-Band, die jedes Stück begleitete, liess die Schülerinnen und Schüler so richtig schön zur Geltung kommen.




Aber die Geigenklasse hat nicht nur am Konzert selbst vollen Einsatz gezeigt. Wir staunten nicht schlecht, als uns der “Klassensprecher” einen Koffer mit 2600.- übergab:
Geld, das sie im Vorfeld mit individuellen Projekten gesammelt hatten. An dieser Stelle nochmals ein grosses DANKESCHÖN an die Klasse!
Überwältigt waren auch unsere vier Tubu Freunde aus der Schweiz. Sie sind angesichts des Engagements der Geigenklasse und den anderen Mitwirkenden in dieser Kirche fast ausgeflippt. In der Folge machte ein Video in den Sozialen Medien die Runde, wo alle Konzertbesucher und Konzertbesucherinnen gemeinsam das Lied “Bruder Jakob” mit einem Text in der Tubusprache singen. So was hat die Tubu-Welt noch nie gesehen.
Überwältig sind wir alle auch vom insgesamt gesammelten Betrag. Moussa, einer der vier Tubus am Konzert, berichtete einem auch für die Sprache engagierten Kollegen in Libyen vom Konzert: “Diese Schweizer sind motivierter als die Tubus selbst!”
Auch die Felix-Zeitung berichtete über das Konzert – indem sie Geigenlehrerin
Rahel Zellweger in der Ausgabe vom 19. Mai zur “Felix der Woche” kürte.
Wir gratulieren mit und sagen: MERCI!
