Es bringt mich immer wieder zum Staunen, wie unglaublich stark sich Wind, Sand und Temperaturunterschiede auf Gestein auswirken. In der Wüste trifft man auf die schönsten Ergebnisse dieser Erosion. Mit anderen Worten:
Schönheit ist vergänglich. Vergänglichkeit ist schön.
Ein grosser Teil des Tschads besteht aus Wüste, aber nicht nur. In den Sommermonaten gibt es von der Hauptstadt an südwärts eine Regenzeit, auf die lange gewartet wird. Aber sie hat es auch in sich. Oder besser gesagt, sie bringt es mit sich. Das Wasser.
In den letzten Jahren haben wir nur Wintermonate im Tschad verbracht, was mit Abstand die angenehmste Zeit ist. Da wir allerdings planen, in naher Zukunft mehr Zeit im Tschad zu verbringen, um ein neues Kulturzentrum in der Hauptstadt zu eröffnen, könnten uns Situationen wie im Video unten, auch schon bald ereilen.
Hier ein kurzer Clip von Freunden, die einen Computerkurs in der Regenzeit machen:
Oft, wenn mich der Spagat zwischen den Welten überfordert, erinnere ich mich an dieses Zitat:
“Ich weiss um das schreckliche Leiden der Armen, ich habe die Hungernden gesehen und die Waffen des Krieges. Ich habe selbst Schmerz erlebt, aber ich weiss, dass ich mit meinem Leiden die Not der Welt nicht lindern kann. Doch noch mehr trage ich zum allgemeinen Elend bei, wenn ich nicht dankbar bin für das Morgenlicht, das durch die Baumkronen fällt, wenn ich mich nicht erfreue an dem schweren Duft der Rosen am Beginn des Sommers, wenn ich das Lied der Grillen in einer feuchten Nacht nicht beachte, das Rauschen der Flüsse, die Sterne am Himmel, den Regen der fällt, und all die unzähligen guten Gaben, die Gott uns gibt. Die Welt braucht nicht noch mehr Wut, nicht noch mehr Verzweiflung. Es wird der Welt nicht helfen, wenn ich die Freude zurückweise (…) Wer sich aus Solidarität mit den Leidenden der Freude verschliesst, der hilft ihnen nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Die Tapferen, die auf all die guten und schönen Dinge achten – und seien sie auch noch so klein -, die dankbar sind und Freude im Alltag entdecken, sie sind die Botschafter der Hoffnung, die das Licht in die Welt tragen. Wenn wir unsere harten Herzen dem liebenden Regen der Gnade aussetzen und der Freude erlauben, unsere trockene, rissige Erde aufzuweichen, dann wird Leben hervorspriessen. Das ist es, was die Welt braucht. Der Himmel öffnet sich, wenn wir unseren Dank bringen.”
Ann Voskamp, 1000 Geschenke
Dieses Zitat war letztes Mal bereits ein Bestandteil des Tschadventskalenders. Weil ich immer noch am Üben bin, erwähne ich es hier noch einmal. Und füge gerade noch ein paar Fotos hinzu, die einfach nur schön sind und meinem Herzen Freude bereiten.
Auf der Oase haben unsere Kinder Stunden damit verbracht, verschiedene Steine zu Pulver zu zermahlen. Dieses Steinpulver vermischten wir mit Ei und haben mit der daraus entstandenen Farbe ein Bild an die Wand gemalt.
Steinfarbe herstellen und Dattel Lollipop schlecken
Da nach unserem Bild noch mehr Steinpulver produziert wurde, nahmen wir es mit in die Schweiz. Die geniale Idee der Kinder: Ostereier färben mit Steinpulver-Farbe… naja…
Gefürchtet an jedem Eiertütsch-Contest: Halbhärt Eistein
Es fällt uns oft schwer, zu erklären, was wir eigentlich machen. Irgendwie ist es einfach sehr komplex und vielseitig. Aber wir haben es kürzlich mal wieder versucht auf den Punkt zu bringen. Wer also gar nicht so recht weiss, was wir eigentlich machen, sich aber dafür interessiert, der findet in der folgenden Broschüre hoffentlich Antworten!
Hier in der Schweiz, wie auch im Tschad, sind Besuche etwas vom Schönsten für uns. Wir lieben es, mit anderen Menschen zusammen zu sein.
Besuch bei Freunden – die Gastgeberin hat Omeletten für alle gebacken zum Zvieri Oft hat es viele Kinder und ein Bildschirm läuft, falls es Strom hatDieselben Leute bei uns zu BesuchGemeinsam spielenDie Besucher machen sich auf den Rückweg