14. Dezember – Zusammenarbeit

«Zuerst einmal vielen herzlichen Dank für das Corona-Video, das du uns geschickt hast.» So begann die Direktorin des Centre al-Mouna das Gespräch, als ich vorbeiging, um zu fragen, ob wir für den Schreibwettbewerb 2021 auch wieder bei ihnen reservieren könnten. Die libanesische Ordensschwester ist das achte Jahr Direktorin des von Katholiken gegründete Kulturzentrums. Begeistert erklärte sie mir, wie sie während des Lockdowns mit dem Corona-Video eine grossangelegte Aufklärungskampagne in ganz N’Djamena durchführten. Also genauer gesagt, mit Screenshots aus dem Video, die sie dann mit Farbstift ausmalten und laminierten. Zusammen mit Quartiervereinen mobilisierten sie zahlreiche Teams, die mit diesem Illustrationsmaterial von Haus zu Haus gingen. Und fein säuberlich dokumentierten, wo sie wie viele Personen erreicht hatten – insgesamt 12800. 

Schön, davon zu erfahren, dass Material, welches wir machen, weitreichende Nützlichkeit entfaltet. Und schön, mit Leuten zusammenarbeiten, mit denen man sich einfach versteht, weil man eine gemeinsame Vision hat: Das Centre Al-Mouna wurde 1979, nach den Bürgerkriegen, die das Land tief gespalten haben (Norden vs. Süden) gegründet. Ihr Ziel: im Tschad «cohabitation pacifique» (friedliches Zusammenleben) zu fördern. www.centrealmouna.org

Entsprechend war sie erfreut, als ich ihr sagte, dass wir für 2021 eine weitere Sprachgruppe einbeziehen wollen, die weniger eng verwandt ist mit den Tubus. Ob sie einen zusätzlichen grossen Unterrichtsraum hätten? «Natürlich, wir machen da etwas frei für euch.» 

Wie gesagt: So ist es schön zusammenzuarbeiten!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert