7. Dezember
Alle 6 Jahre gönnen wir uns einen Ausflug in den Zakouma Nationalpark ;-).
Ich glaube, hier im Tschad befindet sich einer der allerschönsten Nationalparks. Leider ist er für Touristen sehr schwer zugänglich. Zum einen liegt das daran, dass er im Tschad liegt, wo man in vielerlei Hinsicht nie so richtig sanft landet. Zum anderen liegt es daran, dass er einfach sehr weit von der Hauptstadt entfernt. Wir haben die Hinfahrt in einem Schnurz (für Nicht-Eidgenossen: Ein Schnurz ist nicht ein Transportmittel, sondern bedeutet “an einem Stück”) gemacht, das bedeutete morgens um 04:00 loszufahren, um nach stundenlangem Geholper praktisch ohne Pause abends um 20:00 komplett gerädert und belämmert mitten im Park anzukommen. Auf dem Rückweg haben wir dann eine Übernachtung eingeplant, so hat uns die Reise dann zwei Tage gekostet.
Der Weg ist zwar anstrengend, aber genauso interessant.
So haben wir mehrfach in einem Blechhütten-Restaurant gefrühstückt, wir haben farbenprächtige Märkte gesehen, sind hinter einer langen Ross-und-Wagen Kolonne hinterhergetuckert, haben mehrfach nach dem Weg gefragt und unterschiedlichste Antworten gekriegt, haben an vielen Tankstellen Diesel gesucht und schlussendlich einzelne gefüllte Petflaschen kaufen müssen, haben Strassen befahren wo es mehr Schlaglöcher als Teer hatte, haben versucht die Richtung des Pfeils auf dem Strassenschild richtig zu erkennen, einen Reifen gewechselt, ein Meer von saisonalen Strohhütten von Nomaden gesehen, allerlei Menschen und Tiere überholt oder gekreuzt. Und immer wieder mal habe ich mich gefragt, ob diese Strassenszenen sich wirklich in der Realität abspielen oder ob das alles einfach ein Film sei.








Und dann der Park. Eigentlich gibt es gar keine Worte für diese unglaubliche Schönheit und Vielfalt dieser Tier- und Pflanzenwelt. Da mittendrin zu sein, das machte mich einfach nur dankbar und irgendwie auch demütig. Es ist, wie wenn die Perspektive wieder ein wenig zurechtgerückt wurde. Es geht nicht nur um mich. Das Ganze ist viel grösser und weiter. Und das ist richtig gut so.










Malt heute die Giraffe aus, Giraffen sind das Wahrzeichen des Nationalparks des Tschad.

Ganz tolle Erlebnisse, Danke für das teilen mit uns
Wow, mega schön!
Aber hattet ihr nicht auch etwas Angst so nahe an diesen doch eher wilden Tieren?
Zumindest grossen Respekt hatten wir schon 😉
Wow und Danke – Fotokünstler seid ihr auch noch!