Ausflug aufs Land
Ende November reisten wir ein paar Tage in den Guera, eine Region östlich von N’Djamena. Hier ein paar Impressionen von Beindruckendem:
1. Auf dem Weg mussten wir immer wieder verlangsamen oder gar anhalten, weil gerade eine Kuh-, Ziegen-, Schaf- oder Kamelherde die Strasse überquerte.

2. Sie existieren wirklich. Die Lehmhütten-mit-Strohdächern-Dörfer „wie im Bilderbuch“. Immer wieder kündigte ein Schild eine Ortschaft an und säumten solche Häuser die Strasse für die nächsten 2 Kilometer. Rundherum hat es kilometerweit nichts. Für uns sehr schwer vorstellbar, dort zu leben.
3. Der Guera erfreut sich topographisch bedingt besonders bei Ausländern aus Alpenländern grösster Beliebtheit. So waren auch wir von den Hügeln und Bergen angetan (siehe einige der Kopfzeilen-Bilder). Zwar scheinen sie zusehends zu zerbröckeln, sind nicht gleich hoch und schon gar nicht schneebedeckt, doch einer hat doch ein bisschen Weiss. Es handelt sich um „Ab-Touyyour“ (Vater der Vögel), der seinen Namen seiner Form verdankt, und seine Weissheit den Pelikanen(!), die auf seinem Gipfel nisten und misten.

4. In der Ortschaft Bitkine verbrachten wir ein paar Tage. Die ca. 10’000 Einwohner haben nicht fliessendes, sondern reitendes Wasser. Das Wasser wird auf Eselsrücken (je ca. 100 Liter pro Esel) hergebracht. Es wird aus einem nahen „Wadi“(ausgetrocknetes Bachbett, unter dessen Matratze noch Wasser fliesst) gegraben.
5. Die Landschaft ist wirklich wunderschön. Es hat sich gelohnt, vor Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein.



