6. Dezember
Ein Tubu aus Libyen, den ich vor Jahren in Bardai kennengelernt hatte, hat kürzlich geheiratet. Seine Frau lebt in Frankreich und so hat er mich zur Hochzeit in Nordwestfrankreich eingeladen. Leider habe ich es nicht geschafft, hinzugehen. Dafür wollte ich immerhin ein Geschenk schicken: Die Sprichwortsammlung mit Weisheiten für ihn, ein Rezeptbuch für sie und das Büchlein mit gesammelten Tubu-Namen für ihre gemeinsamen Kindern. Garniert mit einem Hochzeitsfoto das ich auf Social Media gefunden und ausgedruckt hatte. Doch auf der Post kam die erste überraschende Wendung: Ich müsse nochmals umkehren um zuhause ein Zollformular online auszufüllen und mehrfach ausgedruckt mitbringen. Damit sich das Prozedere nicht über Tage hinzog, tat ich das sogleich. Mit etwas weniger Herzblut als in der Widmung der Bücher, deklarierte ich, dass ich mit diesem Versand nicht Umsatz machte und kehrte wieder auf dem Absatz. Bei der Post wurde ich die Sendung, allen Papierkram und einige Franken los. Ich gab das Paket auf, aber nicht die Hoffnung, es würde gut ankommen.

Ein paar Tage später dann eine weitere überraschende Wendung dieser Post: In seinem Status fand ich diesen Post.

Wunderbar! Dieser Beitrag hat mich berührt. Danke fürs Teilen.